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14. Februar 2012 | SchlagZeilen

[SatzesLust] Schwur des Blutes – Stephanie Madea

Geneigte LeserInnne,

“Schwur des Blutes”, der zweite Teil der Night Sky-Trilogie von Stephanie Madea wartet mit einigen  [SatzesLust]-igen Textpassagen auf, die Spaß und Lust auf mehr machen. Doch Vorsicht ist geboten – Ihr solltet schon das reife Alter von 18 Jahren haben, wenn Ihr weiterlesen wollt! Finde ich jedenfalls *ggg*.


Damit Ihr wisst, worüber es in diesem paranormalen Roman geht, hier die Inhaltsangabe (Quelle: Sieben Verlag)
Bei dem verzweifelten Versuch, seinen Vater vor dem Tod zu bewahren, geht eine grausame Gabe auf den Vampir Timothy Fontaine über, die er nicht kontrollieren kann. Seither ist Timothy eine tickende Zeitbombe. Die attraktive Extremsportlerin Samantha Wolters verliert ihren Bruder durch einen Werwolfangriff. Als auch sie ins Fadenkreuz mystischer Wesen gerät, begegnet sie Timothy. Beide fühlen sich zunächst auf seltsame Weise zueinander hingezogen, bis entfesselte Leidenschaft und tiefe Gefühle lichterloh entflammen. Hin- und hergerissen zwischen seinem heißblütigen Begehren und der erdrückenden Angst, zu töten, trifft Timothy die verhängnisvolle Entscheidung, sich von Samantha zurückzuziehen. Doch als Werwölfe Samanthas Leben bedrohen, übernimmt Timothys todbringende Gabe sein Handeln … 


Schwur des Blutes: Night Sky 02


Stellt Euch folgende Situation vor: Cira, die Ehefrau von Jonas Baker ist alles andere als gut auf ihn zu sprechen – doch das schreckt “IHN” so gar nicht zurück …


“ Er lag still, horchte auf ihre Atemzüge, während er einfach das Luftholen einstellte. Vielleicht wollte sie reden … taten Frauen das nicht immer zu jeder Zeit? Er schalt sich einen Narren. Sie war todmüde und außerdem wahrscheinlich stinksauer. In Gedanken beschwor er seinen Schwanz, auch endlich schlafen zu gehen, in Ohnmacht zu fallen, das Handtuch zu werfen, die Gelüste zu Grabe zu tragen, doch der Sturkopf schien ihn dreist zu ignorieren.

Timothy, Vampir und Held der Geschichte hatte seit ewigen Zeiten keinen Sex, als er und Sam, die Heldin, eine nächtliche Runde im Pool drehen wollen … Ich sage nur zischhhhhhhhhh ….

“ Das Wasser! Wie erhofft war es kühl im Gegensatz zu seiner erregten Haut. Jedes seiner Härchen an den Armen und Beinen schien elektrisch zu knistern, sendete wie Millionen erogener Zonen winzig Orgasmen durch seine Muskeln, die vor Erregung zitterten. Die Abkühlung verging wie ein Funke im Eisregen. Seine jahrhundertelang aufgestaute Geilheit ließ sich nicht von dreißig Grad warmen Poolwasser beirren, da mussten schon härtere Geschütze auffahren.

Cira platzt unverhofft in eine Situation hineine, an der sie schwer zu knabbern hat …

“ Sie blinzelte und rang nach Atem. Der harte Griff lockerte sich, die Hand schob sich über ihren Hals in ihr Genick und packte wieder zu.
Cira wusste, dass sie Ny’lane vor sich hatte, doch sie bekam keinen Ton hinaus. Er schien so … verändert. Blut tropfte von seinen langen weißen Fängen. Er sah schlimmer aus als die überzeichneten Vampire aus Horrorfilmen. Nyl löste eine noch nie ihm gegenüber empfundene Furcht aus.
Ny’lane zog sie ein Stück weiter an sein Gesicht heran. “Hallo Cira.”
Sein Bass klang tief und erregt.


Beim Lesen laufen einem das ein oder andere Mal immer wieder Schauer über den Rücken – mal wonnige, mal gar nicht wonnige! “Schwur des Blutes” hat mir tolle Lesestunden bereitet. Mehr dazu, findet Ihr hier, in der Rezension.

[SatzesLust]-ige Grüße sendet Euch Euere

Ka


Rezension:

“Schwur des Blutes” beginnt mit einem Prolog, der den Leser mit kleinen Häppchen darüber füttert – was Timothys Vater durchgemacht hat, was ihn zum Selbstmord trieb. Doch Timothy kommt zu spät und eine “Gabe” geht auf ihn über, an die er sich, auch fast 100 Jahre danach – nicht erinnern kann. Er erinnert sich nur an eines: an Zerstörung. Timothys Vergangenheit liegt im Dunkeln. Will – oder kann er sich nicht erinnern? Zudem trägt er seit einiger Zeit eine “Seele” mit sich herum, die sich in sein Leben einmischt und ihn des öfteren schier in den Wahnsinn treibt: Er nennt “sie” Ethos.

Die Extremsportlerin Sam hat ihren Bruder durch ein “Werwolf-Attacke” verloren. Seither sinnt sie auf Rache. So chaotisch sie im täglichen Leben sein mag – so genial ist Sams Verstand. Sie geht – gut gerüstet – auf Werwolf-Jagd. Mit im Schlepptau ist Amy, Ciras beste Freundin. (Wir kennen sie bereits aus “Sklave des Blutes”) Wie es das Schicksal so will, fängt Sam tatsächlich jemanden, nämlich Timothy ^^.

So beginnt die Geschichte der beiden. Es hat sehr viel Freude gemacht, zu lesen, wie sich Sam und Timothy einander annähern. Die Luft knistert vor erotischer Spannung und vor romantischen Gefühlen. Die beiden projizieren sich beim Lesen herrlich auf die Bindehaut – hat die Autorin sie doch sehr bildlich dargestellt. 

Stephanie Madea hat nicht nur dem Heldenpaar Raum und Platz zum Wirken gegeben, sondern auch alte Bekannte aus “Sklave des Blutes – Night Sky 1″. So verzweifelt Jonas schier daran, dass er Cira – vor dem für ihn unbekannten “Bösen” – nicht schützen kann. Gleichzeitig stellt sich für ihn immer noch die Frage, was es mit dem verschwundenen “Familienring” auf sich hat. Doch keine Sorge, auch hier wird der Leser gekonnt mit Neuigkeiten versorgt. Es bereitet beim Lesen großes Vergnügen, wenn Protagonisten aus vergangenen Teilen nicht einfach “auf nimmer Wiedersehen” verschwinden, sondern immer noch Raum zum Entfalten bekommen, so wie in “Schwur des Blutes”.

Wie Lilith – die wieder herrlich “böse” agieren darf und absolut kein Blatt vor dem Mund nimmt. Sie spricht den Leser direkt an, so dass man geneigt ist sich umzudrehen und nachzusehen, ob sie hinter einem steht *ggg*. Sie ist einfach ein Miststück und das ist gut so! Ganz zu schweigen, in welche Lebewesen sie wieder “hineinfährt”! Und natürlich darf auch Ny’lane nicht fehlen, Jonas Freund und ein Fels in der Brandung! Auch wenn er sich von lebender, weiblicher Quelle nährt und jenseits der vampirischen Richtlinien lebt! ^^

Stephanie Madea lässt die Protagonisten samt Leser im Dunkeln tappen und man rätselt und versucht zu verschlüsseln, was eigentlich hinter der Gabe – die Timothy allerdings als Fluch betrachtet – steckt. Was hat es außerdem mit Veyt auf sich – einem gelinde gesagtem: bösen Widerling? Und manchmal, ja manchmal streut die Autorin “so nebenbei” Informationen ein, die beim Leser mit voller Wucht einschlagen! So hat sie einige Dinge, die absolut wichtig sind, von den Protagonisten verlauten lassen bzw. in deren Gedankengänge gelegt. Man versucht einmal kräftig zu schlucken, um das Gelesene zu verdauen! Eine Bombe geht hoch und der Leser sitzt mitten in einer Information, die er so nicht erwartet hat. Ich sage nur: Überraschungseffekt.

Wer Lust auf einen Roman hat, der dem Genere Urban Fantasy zuzuordnen ist und mit Vampiren aufwartet, die nicht nur im Dunklen agieren, im Blute mit ihren Frauen verbunden sind, die herrlich romantisch, sexy und sympathisch daherkommen, der liegt mit der “Nicht Sky”-Reihe von Stephanie Madea absolut richtig. Die Heldinnen sind stark und keine “schwachen Weibchen” – was sie neben solchen Männern auch sein müssen – da sie sonst sang- und klanglos verschwinden würden! Gerne vergebe ich “Schwur des Blutes” lesenswerte, spannende 5 Lesepunkte. Ich freue mich schon auf August, wenn der letzte Teil der Reihe “Schicksal des Blutes” erscheinen soll! Wir dürfen uns dann übrigens auf Ny’lane freuen *händereib*


Für Serieneinsteiger der “Night Sky”-Reihe

1) Sklave des Blutes ( Jonas Baker und Cira Anderson)

2) Schwur des Blutes ( Timothy Fontaine und Sam Wollters)

3) Schicksal des Blutes – erscheint im August 2012




Quellennachweis

COPYRIGHT © 2012 Sieben Verlag (kursiv geschriebene Zitate, die innerhalb brauner Zitatkästen stehen, entnommen aus dem Buch “Schwur des Blutes – Night Sky 2” von Stephanie Madea)